Mit Excel in verschiedene Zahlensysteme umrechnen

von Andreas Joschua


Wer mit Excel arbeitet, kennt viele der eingebauten Funktionen und Makros, mit denen man langwierige Arbeitsschritte binnen weniger Klicks erledigen kann. Mit einer dieser Funktionen kann man Zahlenwerte in verschiedene Zahlensysteme umrechnen und das in wenigen Sekunden.

 

Beispielsweise ist es möglich, dass man in kurzer Zeit eine ganz normale Zahl, nehmen wir 123 in das römische Zahlensystem umrechnen lässt. Wie das funktioniert? Ganz einfach.


In der Spalte A1 gibt man die gewünschte Zahl ein, in diesem Fall 123. Im nächsten Schritt sucht man sich eine beliebige freie Zelle aus und fügt die folgende Funktion ein: „=RÖMISCH(A1)“. Anstatt der Zelle in der Klammer ist es selbstverständlich auch möglich, dass man die Zahl direkt angibt, um sie umrechnen zu lassen, also „=RÖMISCH(123)“. Als Ergebnis der Umrechnung der Dezimalzahl 123 in das römische Zahlensystem würde dann folglich „CXXIII“ herauskommen.



Dies ist natürlich auch für andere Zahlensysteme möglich. Die Funktion für die Umrechnung einer Dezimalzahl ins Binäre Zahlensystem lautet „=DEZINBIN(A1)“. Auch hier wird jene Zahl, die in der Zelle A1 steht direkt umgerechnet. Man kann zusätzlich in Excel standardmäßig auch vom Dezimalsystem ins Oktal- und Hexadezimalsystem und natürlich umgekehrt umrechnen.


Dabei gibt es jedoch einige Beschränkungen, die man beachten muss, damit dies auch korrekt funktioniert. Beispielsweise lassen sich Dezimalzahlen in das römische Zahlensystem nur bis zu einem Grenzwert von 3999 umrechnen. Bei Zahlen ab 4000 erhält man eine Fehlermeldung. Bei Binären Zahlen liegt die Grenze bei 511. Auch ab dieser magischen Grenze erhält man eine Fehlermeldung. So verhält es sich bei jeder der Umrechnungsmöglichkeiten in Excel.



Die vorgefertigten Funktionen können also durchaus nützlich sein, stoßen aber ab einem gewissen Punkt an Grenzen, die man nur damit überwinden kann, wenn man sich eine eigene Funktion schreibt, die dann eine Berechnung von größeren Zahlen möglich macht. Dennoch muss gesagt werden, dass man hiermit eine zuverlässige Umrechnung vor sich hat und man natürlich deutlich schneller ist, als wenn man die Zahlen im Kopf umrechnen würde. Klar ist, dass man solche Aufgaben auch mit guten Taschenrechner erledigen kann, doch dieser ist nicht immer in Reichweite und auf Tools im Internet  ist nicht unbedingt immer Verlass. Dort garantiert schließlich niemand für die Richtigkeit des Programmes.


Besitzt man die englische Version von Excel, so lauten die Funktionen ein wenig anders. Hier verwendet man dann beispielsweise „DEZ2HEX“ bzw. „HEX2DEZ“, „DEZ2BIN“ bzw. „BIN2DEZ“ etc., um diese Umrechnung erreichen zu können.

 



   

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